Jugendwohlfahrt in der
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(Bild: oddstock/flickr_kija Sbg)

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Geschlechtskrankheiten

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Geschlechtskrankheiten sind sexuell übertragene Krankheiten, die vor allem die Haut und die Schleimhäute der Geschlechtsorgane befallen. Bei ungewöhnlichen Schmerzen, Ausfluss, Ausschlägen usw. an den Geschlechtsorganen solltest du auf jeden Fall ein Arzt aufsuchen!


Gonorrhö
Gonorrhö, auch Tripper genannt, ist häufig. Wenn das Bakterium in den Körper gelangt, dauert es 1- 3 Tage, bis die Krankheit ausbricht. Die Symptome sind relativ deutlich. Beim Mann kann Gonorrhö brennen beim Wasserlassen und eitrigen Ausfluss beim Glied verursachen. Die Frauen spüren oft länger dauernde Unterbauchschmerzen und einen Ausfluss aus der Scheide. Diese Ausflüsse können je nach Sexualpraktik auch im Mund-Rachenraum oder im Darm vorkommen. Ärztliche Behandlung sollte möglichst rasch erfolgen. Eine Partnerbehandlung ist wichtig, da meistens beide Partner angesteckt sind. Bei zu spätem Behandeln kann Unfruchtbarkeit die Folge sein.


Syphilis
Syphilis wird oft auch Lues oder harter Schanker genannt. Der Erreger, das Bakterium Treponema pallidum wird ca. drei Wochen nach dem Körpereintritt aktiv. Erste Anzeichen für die Krankheit sind harte schmerzlose Geschwüre. Diese Phase der Krankheit ist das Primärstadium. Das Sekundärstadium, das ab der 9. Woche beginnt, äußert sich in diversen Hauterscheinungen, also Hautauschläge und ähnliches. Auch geschwollene Lymphknoten sind häufig. Das Letzte, das Teritärstadium, tritt nach ca. 5 Jahren ein und bringt aufbrechende Geschwüre, Lähmungen, Krämpfe und schließlich den geistigen Verfall. Die Behandlung mit Penicillin ist erfolgreich, wenn man vor dem Teritärstadium beginnt. Auch hier ist eine Partnerbehandlung wichtig.


Hepatitis
Es gibt zwei Arten von Hepatitis, Hepatitis A und Hepatitis B. Hepatitis A kann man sich übers Essen und Trinken holen und verursacht eine mehrwöchige Leberentzündung. Das Virus B kann nur mit menschlichem Blut übertragen werden. Hepatitis B kann sexuell übertragen werden. Bei häufig wechselnden Partnern oder one-night stands ist eine Hepatitis B - Impfung von Vorteil.


Herpes Genitales
Herpes Genitales ist ein Virus, das sich in kleinen Bläschen äußert, die aufspringen, jucken, brennen und eine klare Flüssigkeit freisetzen. Die Bläschen sind bei Frauen oft nicht zu sehen, weil sie innerhalb der Scheide sitzen. Die Bläschen sind sehr kleine unblutige Wunden. Mit einem Medikament können die Schmerzen gelindert werden. Die Krankheit selbst ist jedoch unheilbar und kann immer wieder einmal ausbrechen (ähnlich wie Fieberblasen)..


Kondylome
Kondylome sind Feigwarzen. Dies sind spitze, oft hahnenkammartige Hautwucherungen, die schmerzlos sind. Die Heilung kann durch Medikamente oder chirurgische Entfernung erfolgen. Feigwarzen können zu Gebärmutterhalskrebs beitragen.


Candida - Infektion
Die Krankheit wird durch einen Pilz hervorgerufen. Sie kann als häufigste Geschlechtskrankheit bezeichnet werden. Der Verlauf ist unauffällig. Die verursachenden Hefepilze sind praktisch überall vorhanden und können bei Störung zu Krankheitserscheinungen führen. Sie können sexuell übertragen werden. Bei Frauen äußert sich die Krankheit durch Rötungen und weiße Beläge im Scheidenbereich. Auch Juckreiz und Ausflüsse aus der Scheide sind Folgen der Krankheit. Beim Mann äußert sie sich durch Juckreiz im Harnleiter und Brennen beim Urinieren. Ist man erst einmal angesteckt, kehrt die Candida - Infektion leicht zurück. Zu Behandeln ist die Infektion mit Antibiotika. Partnerbehandlung wird empfohlen.


Trichomonaden - Infektion
Trichomonaden - Infektion kommt sehr häufig vor. Die Symptome sind ähnlich wie bei der Candida-Infektion. Die Krankheit befällt Blase und Scheide. Ausfluss bei der Frau und Brennen beim Wasserlassen beim Mann sind häufig. Es kann jedoch auch zu einer symptomlosen Ansteckung kommen, weshalb die Krankheit rasch übertragen wird. Auch die Übertragung durch feuchte Textilien trägt zu einer raschen Verbreitung bei. Eine Therapie bringt die Heilung. Eine Partnerbehandlung ist sinnvoll.


Filzläuse
Filzläuse sind nicht allzu häufig und auch nicht gefährlich. Filzläuse halten sich in den Haaren auf und dringen nicht in den Körper ein. Das einzige Symptom ist ein Juckreiz, oft im Bereich der Schamhaare. Die Läuse und ihre Eier sind bei genauerem hinsehen sichtbar. Insektizide, oft in der Form von Shampoos, töten die Läuse ab. Die Behandlung der nahen Umgebung, also Familienmitglieder, Partner oder Haustiere ist wichtig, da die Läuse relativ leicht von Haar zu Haar gelangen können.

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-> Aids, Medizinische Behandlung