Die Rechte der Kinder werden laut einer Studie der internationalen Organisation Kidsrights am besten in Norwegen geschützt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Portugal und Island. Österreich erreichte auf der am 13.06.2016 in Amsterdam veröffentlichten Rangliste der Kinderrechte Platz 18 von 163 Ländern. Als einziges nicht europäisches Land ist Tunesien unter den Top Ten. Am schlechtesten schnitten Afghanistan, die Zentralafrikanische Republik und Vanuatu im Südpazifik ab. Kidsrights untersucht jährlich gemeinsam mit der Rotterdamer Erasmus-Universität die Lage bei Kinderrechten. Grundlage sind Informationen der UNO aus 163 Ländern, die die Kinderrechtskonvention ratifiziert haben.

Konkreter Verbesserungsbedarf

Die Kinderrechte in Österreich seien grundsätzlich verankert, doch werden in dem Bericht einige konkrete Punkte kritisiert. Etwa dass die Jugendschutzbestimmungen nicht landesweit einheitlich, sondern individuell in den Bundesländern geregelt sind. Weiters wird in der Studie erwähnt, dass das Wahlalter in Österreich auf 16 Jahre herabgesetzt worden sei, ohne Jugendliche effektiv auf die Ausübung dieses Stimmrechts vorzubereiten. Zudem sei es besorgniserregend, dass es trotz Anti-Diskriminierungs-Gesetzen „Fälle von Hassreden von Politikern und Manifestationen des Neonazismus, Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz“ gebe. Statistisch würden in Österreich außerdem zwar viele Daten nach Alter, Geschlecht, geografischer Lage, Arbeitsmarkt, Jugendbeschäftigung, Bildung, Kultur, Gesundheit und Soziales in regelmäßigen Abständen auch hinsichtlich der Kinderrechte erfasst und ausgewertet, Migrantenkinder, Flüchtlinge und asylsuchende Kinder und andere gefährdete Kinder seien dabei aber in der Regel nicht adäquat erfasst.

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